Wer bin ich?

Hi, ich bin Yvonne.

Ich bin an der Ostsee zu Hause, genauer gesagt im Klützer Winkel.

Und ich gehöre zu einer Generation, die noch gelernt hat, vorsichtig ins Internet zu gehen.
Damals bedeutete ein falscher Klick nicht nur Ärger – sondern manchmal eine richtig teure Rechnung.

Aber das war nicht das, was wirklich gefährlich war.

Ich war jung, neugierig – und wie so viele auf der Suche nach Aufmerksamkeit, nach Zugehörigkeit.

Und genau dort bin ich auf etwas gestoßen, das viele bis heute unterschätzen: Cybergrooming.

Ich erinnere mich daran, wie harmlos es angefangen hat.

Eine Nachricht.
Ein nettes Gespräch.
Jemand, der Interesse zeigt.

Und dann kippt es.

Langsam.
Unmerklich.

Und plötzlich fühlt sich etwas falsch an – aber man kann es noch nicht richtig greifen.
Ich weiß heute, was damals passiert ist.
Und ich weiß heute auch, was mir gefehlt hat:

Wissen. Aufklärung. Sicherheit.

Deshalb stehe ich heute hier.
Nicht als Expertin mit Fachbegriffen.
Nicht als Lehrerin.
Sondern als jemand, der es selbst erlebt hat.

Auch Mobbing gehört zu meiner Geschichte.
Vor allem im echten Leben – in der Schule.

Ich war „anders“ als das, was andere erwartet haben.
Und das bekommt man zu spüren.
Aber ich habe gelernt, für mich einzustehen.
Mich nicht klein machen zu lassen.
Online habe ich Ähnliches erlebt – doch das, was hängen bleibt, ist das Gefühl, nicht allein zu sein mit solchen Erfahrungen.

Warum ich das heute mache?

Weil ich Mutter bin.
Und weil ich jeden Tag sehe, wie früh Kinder heute mit diesen Themen konfrontiert werden.
Und weil ich nicht mehr wegschauen will.
Ich will, dass Kinder verstehen, was passiert.
Dass Jugendliche merken, wenn etwas nicht stimmt.
Und dass Eltern wissen, worauf sie achten müssen.

Denn Wissen schützt.

Wenn wir erkennen,
wenn wir verstehen,
wenn wir handeln,
dann nehmen wir Tätern Stück für Stück ihre Macht.

Klick für Klick.

Ich bin laut. Für euch